Fahrrad Extrem: 11,400 km in unter 43 Tagen?

Wenn man beim ultra-harten Trans Am Bike Race den zweiten Preis erobert hat, was ist dann die nächste Herausforderung? Keith Morical hat jetzt das Ziel, einen Guinness Weltrekord aufzustellen. Am 14. Juni um 5 Uhr morgens machte sich Keith Morical von Walla Walla in Washington, auf den Weg, um 48 US-Bundesstaaten in weniger als 43 Tagen mit dem Fahrrad zu durchqueren.

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Verrückt, oder?

Vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass Keith 60 Jahre alt ist. Die Route, die in Maine endet, ist 11.400 km lang und weist über 64.600 hm Steigungen auf. Die Strecke ist 70% länger als das Trans Am Bike Race! Bevor er aufbrach, rief mich Keith an, um zu besprechen, welche Ausrüstung für die Weltrekordherausforderung ideal wäre.

Erst einmal, herzlichen Glückwunsch!“ sagte ich. „Das war ja ein super Erfolg im letzten Jahr. Zweiter im Trans Am Bike Race – alle Achtung!“ „Ja„, sagte Keith, „das ist ein hartes Rennen, Marcus, vor allem, weil du als Selbstversorger fahren musst“. ‚Unsupported‘ – also als Selbstversorger teilzunehmen – bedeutet, dass den Fahrern des Trans Am Bike Race keine private Versorgung oder private Unterkünfte erlaubt sind. Man ist Fahrer, Navigator, Mechaniker, Physio, und Koch in einem.

Keith schwärmt schon lange von Supernova, und er hat den E3 PRO2 Dynamoscheinwerfer für das Trans Am Race eingesetzt. „Wie war der E3 PRO2 Dynamoscheinwerfer während der Trans Am?“ fragte ich. „Der war super! Man braucht ja wirklich ein guten Dynamoscheinwerfer als Selbstversorger bei diesem Rennen.  Aber der bevorstehende Weltrekordversuch ist anders, weil wir als Team unterwegs sind.  Meine zwei Schwestern, meine Nichte, ein Kameramann und ein Fotograf folgen in einem Begleitwagen.

Wir haben dann zusammen überlegt, welche Scheinwerfer für seine Weltrekord-Tournee am besten geeignet wären. Schließlich sind ja Scheinwerfer ein kritischer Teil der Ausrüstung, wenn es darum geht, Ultradistanzen zu bewältigen. Letztendlich entschied sich Keith für den superhellen Supernova B54 und den Airstream, um sich dem Gelände anpassen zu können.  Für dieses Rennen braucht er kein Dynamolicht, da seine Begleitcrew die Batterien aufladen kann. 

Aber was ist mit der Corona-Krise?

Macht die tödliche Bedrohung durch den Virus diese Reise nicht zu einer unmöglichen Herausforderung? Keith denkt da anders. Ihn spornt die zweifache Bedrohung durch den Covid-19 Virus und durch die politische Unruhe innerhalb den USA erst recht an. Er will zeigen, dass die Verwirklichung des Traumes eines Einzelnen einer Nation Hoffnung geben kann.

Ich versprach ihm 500 Masken zu schicken, die wir hier bei Supernova vorrätig haben. Keith will sie an Menschen austeilen, die er unterwegs ohne Masken antrifft und sein Team verwendet diese natürlich auch um so sicher wie möglich durch die Staaten zu kommen.  Das ist eine großartige Idee, finde ich!

Diese extreme Reise ist mit Sicherheit risikoreich. Wer weiß, was alles passieren wird. Keith und sein Team werden sich enormen emotionalen, physischen und materiellen Herausforderungen stellen müssen. Das Fahrrad oder der Begleitwagen können kaputtgehen. Keith könnte an Verletzungen oder Überlastung leiden. Es wird sicher regnen und stürmen – niemand weiß, wie dieses Abenteuer ausgehen wird.

Wird er es schaffen?

Keith ist eisern entschlossen. Es geht ihm nicht nur darum, sich persönlich dieser Herausforderung zu stellen. Er will auf dieser Reise den Zustand in den USA dokumentieren. Die Zukunft ist zurzeit ungewiss und viele Menschen haben alles verloren und müssen neu anfangen. Der Fotograf wird Keiths Reise und seine Begegnungen dokumentieren. Am ersten Tag trat Keith 20 Stunden lang kräftig in die Pedale und legte bereits 427 km zurück – trotz Nebel, Regen und eisiger Temperatur. Wie geht’s jetzt weiter?

Also, bleib dran! Wir aktualisieren Keiths episches Rennen. 

 

Marcus Wallmeyer
SUPERNOVA CEO

Text: Marcus Wallmeyer | Bildmaterial: Kyle Miller, Jeremy Rubier | Video: Jeremy Rubier