Interview mit Axel Carion

Wir präsentieren Euch Axel Carion, einen französischen Ultraradler vor, der mit Supernova Beleuchtung fährt! Axel ist der Gründer der BikingMAN Rennserie. Er hält mehrere Weltrekorde, etwa den Guinness Weltrekord für die Durchquerung Südamerikas in unter 50 Tagen.

Wie vernünftig ist es, spontan auf solche Reisen zu gehen?

Die Entscheidung, auf ein Abenteuer zu gehen, ist immer spannend und auch ein bisschen angsteinflößend, auch wenn es nur ein Abenteuer im Heimatland ist. Die aktuellen Beschränkungen mit dem Coronavirus gibt den Reisen definitiv mehr „Würze“, da man nicht wirklich vorhersagen kann, wie der morgige Tag aussehen wird. Ich glaube, dass einer der Hauptzwecke einer Reise ist, dass wir den Sprung ins Unbekannte wagen und uns auf das Unvorhersehbare einlassen, um sich durch neue Erlebnisse zu bereichern.

Was ist das Wichtigste in der Vorbereitung?

Wenn ich mich auf eine Bikepacking-Tour von mehr als 5 Tagen ohne Unterstützung vorbereite, hat die Ausrüstung definitiv oberste Priorität. Vor allem, wenn ich mich schwierigen Wetterbedingungen stellen muss, abgelegene Gebiete durchqueren will oder eine Tour während der Corona-Lage plane! Auf mehrwöchigen Bikepacking-Expeditionen ist jedes Detail der Ausrüstung sehr wichtig, da ich mich auf nichts anderes verlassen kann. Ich liebe den minimalistischen Ansatz, bei dem ich mich auf das konzentriere, was für Geist und Körper auf diesen Reisen stressig ist. Dann versuche ich, die beste Ausrüstung mitzunehmen, um diesen Stress zu verringern, damit ich die Erfahrung genießen kann. Ich liebe es zum Beispiel, im Regen oder in der Nacht zu fahren, weil ich genau weiß, welche Ausrüstung ich mitnehmen muss, um das Erlebnis zu genießen.

Vom Winter in den Frühling wechselt das Wetter ohne Ende. Wie motivierst Du Dich?

Ich erkunde seit 10 Jahren verschiedene Länder mit dem Fahrrad (Europa, Afrika, Südamerika, Asien und Naher Osten) und das Reisen hat immer eine Verbindung zum Radfahren. Das Radfahren macht mir immer sehr viel Spaß, da ich nie wirklich „trainiere“ und mir so nie langweilig wird.Ich habe einen „Goldgräber“-Ansatz, bei dem ich mich darauf konzentriere, neue Straßen, Strecken und Länder zu erkunden und neugierig zu bleiben. Beim Coronavirus, wo das Reisen für viele Leute schwierig ist, motiviere ich mich, indem ich mich mit Freunden und Leuten auf Strecken treffe, die ich am meisten liebe, um die Fahrten noch einmal zu genießen, indem ich die Schönheit der besten Orte, die ich kenne, mit anderen Leuten teile. Immer wieder denselben Hügel alleine zu fahren, macht nie so Spaß wie eine gemeinsame Fahrt mit Radkameraden auf demselben Hügel.

Welche Rolle spielt die Ausrüstung?

Die Ausrüstung spielt eine große Rolle, wie ich oben beschrieben habe. Da ich mehr und mehr Expeditionen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen unternehme (zum Beispiel, was Wetter, Höhenlage und Kulturen betrifft), arbeite ich immer daran, meine „Packliste“ zu verbessern, aber Perfektion gibt auf dieser Welt nicht. Das Wesentliche einer Erkundungsradtour ist, dass es keine perfekte Ausrüstung gibt und man auf Überraschungen vorbereitet sein musst.

Was ist Dir in Bezug auf die Beleuchtung besonders wichtig und welche Rolle spielt das Licht am Tag?

Wenn ich Akkuscheinwerfer benutze, ist mir eine gute Mischung aus Leuchtkraft und Leuchtdauer am wichtigsten. Ich habe mehrere Akkuscheinwerfer über Tausende von Kilometern getestet und habe sie meistens über 9 Stunden Fahrzeit angelassen. Ich habe gelernt, dass ein starker Lichtstrahl nutzlos ist, wenn ich damit nicht länger fahren kann. Da benutze ich lieber den Eco-Mode, mit dem das Licht 20 Stunden oder länger hält. Wenn ich einen Akkuscheinwerfer verwende, benutze ich immer ein leistungsstarkes Licht mit gleichmäßigem Lichtkegel und hoher Fertigungsqualität, das so lange wie möglich hält. Wie zum Beispiel Scheinwerfer von Supernova.

Was bedeutet Autonomie für Dich?

Ich meine damit die Lebensdauer der Batterie.

Was meinst Du mit der Kombination von Lichtstärke und Autonomie?

Es geht mir um die Leistung des Lichts im Verhältnis zur Lebensdauer der Batterie. Ein lang anhaltendes Licht von einer Batterie ist mir wichtiger als ein sehr starkes Licht, das nur für eine kurze Zeit zur Verfügung steht.

Du würdest also ein Dynamo-Licht für Langstreckenrennen bevorzugen und einen Akku für kurze Rennen?

Das ist richtig. Genauer gesagt, ich würde meist bei Dynamolampen bleiben (wenn ich nach der kostengünstigsten Lösung suche, da ich Räder mit Dynamolampen besitze). Ich möchte mir die Mühe ersparen, die Scheinwerfer mit einer Powerbank aufladen zu müssen.

Text: Axel Carion, Bildmaterial: Axel Carion