Gefrorene Finger, brennender Sand: Das ATLAS MOUNTAIN RACE 2026
06/05/2026
Dieser Erfahrungsbericht von Christian Ott erzählt vom Atlas Mountain Race 2026 – einem der härtesten Offroad-Bikepacking‑Rennen der Welt. 1.400 Kilometer durch abgelegene Gegenden Marokkos, unter extremen Wetterbedingungen und mit langen Nächten auf dem Rad, bei denen der Einsatz von zuverlässiger Fahrradbeleuchtung wie dem Dynamoscheinwerfer SUPERNOVA M99 DY PRO einen entscheidenden Unterschied macht.
Mitten in der Nacht
Es ist kurz vor drei Uhr morgens. Ich sitze in einer Bar irgendwo im Hohen Atlas, die aus mir unerfindlichen Gründen noch geöffnet hat. Draußen ist es saukalt, alles ist nass, und um mich herum sitzen zwanzig Radfahrer aus aller Welt, die alle das Gleiche denken: Bloß nicht wieder raus. Ein paar junge Männer machen uns Tee und haben ein Feuer angezündet. Rote Glut, marokkanischer Tee, und das Gefühl, dass die Welt da draußen gerade ein ziemlich ungemütlicher Ort ist. Man darf sich nicht daran gewöhnen, sonst kommt man eh nicht mehr weg.

Es ist die erste Nacht des Atlas Mountain Race 2026, und sie ist brutal. Regen seit dem Start, Nebel, Temperaturen unter null. Auf dem ersten Pass war die Abfahrt schlimmer als der Aufstieg. Schlaglöcher im Nebel, die man erst im letzten Moment sah, und eine Kälte, gegen die keine Schicht half. Und das ist erst der Anfang.
Was ist das Atlas Mountain Race?
Das Atlas Mountain Race ist ein selbstversorgtes Bikepacking-Rennen quer durch Marokko. Etwa 1.400 Kilometer, rund 25.000 Höhenmeter, von Beni-Mellal am Fuß des Hohen Atlas über unbefestigte Pisten aus der Kolonialzeit, durch die Schluchten des Anti-Atlas, vorbei an versteckten Palmenoasen bis in die historische Küstenstadt Essaouira. Keine Teams, keine Begleitfahrzeuge, keine Hilfe von außen. Nur du, dein Rad und die Route auf dem GPS. Drei Checkpoints, jeder mit einem Cutoff. Wer es nicht rechtzeitig schafft, ist raus.

Die Route ist das Meisterwerk von Gründer Nelson Trees, enstanden aus seiner Erfahrung mit dem Transcontinental Race und dem Vermächtnis von TCR-Gründer Mike Hall. 2026 war die sechste Ausgabe — und die härteste. Marokko hatte gerade das Ende einer siebenjährigen Dürre erklärt, der Niederschlag lag 95 Prozent über dem Vorjahr. Das bedeutete: Schnee auf dem Tizi N'Aït Imi, dem mit 2.910 Metern höchsten Punkt der regulären Strecke, der dieses Jahr deswegen komplett gesperrt war. Überflutete Flussbetten in der M'Goun-Schlucht, gesperrte Straßen. Die Route musste mehrfach umgelegt werden. Die berühmten Gorges de M'Goun, normalerweise ein Highlight mit knietiefen Flussdurchquerungen, waren dieses Jahr ein reißender Fluss. Die ersten 300 Kilometer der Route waren komplett neu.
Slow Travel
Ich reiste ohne Flugzeug an, mit Zug, Fähre, Bus und Rad, zusammen mit meinem Freund Arnaud. Von Süddeutschland über Mulhouse mit dem Zug nach Marseille, Fähre nach Tanger, dann Bus und Rad durch Marokko. Allein die Tage in Fès und Chefchaouen waren schon ein Abenteuer — die unglaubliche Medina, das erste Omelette, die ersten Begegnungen mit marokkanischer Gastfreundschaft. Wir nahmen uns Zeit, bevor es losging. Im Nachhinein bin ich froh darüber: Die langsame Anreise stimmte mich auf Marokko ein, auf das Tempo, das Essen, die Sprache, die Menschen. Aber was dann kam, hatte nochmal eine andere Dimension.
Die erste Nacht nach dem Start — Was hält, was nicht
Start in Beni Mellal, 17 Uhr, im Regen. Ich startete mit Magenproblemen in den ersten Stunden. Wegen der Umleitungen und Streckenänderungen waren es rund 380 Kilometer bis zum ersten Checkpoint — statt der üblichen 270 — hauptsächlich auf Teer. Nach dem Start war schnell klar: Diese Nacht würde ein Ausrüstungstest unter Extrembedingungen. Regen, dann Eis, dann Minusgrade. Handschuhe froren am Lenker fest. Ein Fahrer musste anscheinend seinen Freilauf anpinkeln, weil das Fett eingefroren war. Auf den Pässen bildete sich Eis auf der Straße.
Ich machte Pause in zwei Bars, die die ganze Nacht geöffnet hatten. In der zweiten, morgens um vier, versuchte ich aufzubrechen. Ich brachte es nicht über mich, mich aufs Rad zu setzen und in die Nacht zu fahren. Also noch ein paar Minuten gewärmt, danach irgendwann zweieinhalb Stunden Schlaf im Schlafsack, als es am kältesten war.

Am nächsten Morgen machte ich Inventur: Meine SUPERNOVA M99 DY PRO mit Fernlicht war einer der großen Gewinner dieser Nacht. In Regen, Nebel und Dunkelheit war sie eine echte Hilfe — ein gutes Gefühl, sich um Licht keine Sorgen machen zu müssen. Sturmhaube, Regenhose, wasserdichte Socken — alles top. Die Flops? Handschuhe. Drei Paar dabei, alle drei versagten. Nach dreißig Minuten im Regen waren die dicken Handschuhe komplett durch. Die Überhandschuhe so kalt, dass man die Finger nicht mehr bewegen konnte. Am Ende fuhr ich mit meinem letzten Paar Merino-Handschuhen, die zum Glück trocken geblieben waren. Auch mein Navigationsgerät machte Probleme. Der Coros hing sich mehrfach auf, und das iPhone als Backup war im Regen nicht bedienbar. Ich nahm mir vor: Beim nächsten Mal zwei echte Navis.
Sturm am Berg
8. Februar, kurz vor fünf Uhr morgens. Wir standen am Fuß des Berges, der zum ersten Checkpoint führte. Und wir fuhren nicht hoch.
> _„Mein Rennen endet hier. Wir fahren da nicht mehr hoch. Der Wind ist sehr, sehr stark und so gefährlich. Man wird quasi von der Straße geweht. Wir sind ungefähr 10 bis 15 Leute, die die gleiche Entscheidung getroffen haben. Ich habe versprochen nichts zu riskieren und das tue ich hiermit."_
> — Sprachnachricht, 8. Februar, 05:47 Uhr
Orkanartige Böen auf 1.600 Metern Höhe. Man hätte viele Kilometer schieben müssen, mit zwei Stundenkilometern, und hätte den Cutoff trotzdem nicht geschafft. Es war schlicht zu gefährlich. Wir schrieben alle an Nelson und erklärten die Situation.
Anderen erging es noch schlimmer. Fahrer, die es versucht hatten, berichteten später, dass sie fünf Stunden im Sturm festsaßen, weder vor noch zurück konnten. Einer lag eine Stunde lang mit seinem Rad im Graben, weil der Wind ihn nicht aufstehen ließ.
Dann kam die Nachricht: Nelson richtete eine Detour ein. Die Strecke wurde umgelegt. Wir waren wieder im Rennen. Anscheinend gab es vorher schon Warnungen über den Sturm, aber Nelsons Umleitung kam erst, als Fahrer bereits da oben festsaßen. Das sorgte hinterher für Diskussionen — ob man das früher hätte kommunizieren müssen.
Die Erleichterung war riesig. Aber die Detour-Straße hatte es in sich. Zwei große Bergketten und dazwischen eine riesige weite Ebene, durch die der Wind pfiff. 60 bis 70 Kilometer Gegenwind. Gesicht, Körper und Rad sandgestrahlt. Sand horizontal mit 100 km/h. Manchmal fuhr ich 16, 17 Stundenkilometer. Dann neun. Dann fünf. Es ging einfach nicht voran.
Durch die Steinwüste
Am dritten Tag hörte der Wind auf. Und Marokko zeigte sein anderes Gesicht. Mein erster Sonnenaufgang in Afrika — ich bin eher der Sonnenuntergangstyp, aber das hier war eine andere Nummer.
Meine erste Nacht unter freiem Himmel. Einen Schlafplatz zu finden war gar nicht so einfach — am ersten Spot waren mir zu viele Hunde zu nah, ich hörte sie bellen in der Dunkelheit, sah ihre Augen. Also ein paar Kilometer weiter, und dann: absolute Totenstille. Irgendwo auf 1.400 Metern, kein Wind, kein Geräusch, kein Nichts. Darüber der legendäre marokkanische Sternenhimmel. Ich hatte vielleicht eine Minute, um ihn anzugucken. Dann schlief ich mit Brille auf der Nase ein. Nachts hörte ich andere Fahrer vorbeikommen.

Am nächsten Morgen, beim Schieben einer 20-Prozent-Steigung, plötzlich "Trail Magic" vom Feinsten:
> _„Da unten vor der Steigung wirklich im Nichts sind einfach drei Typen, die bieten dir Tee und Gebäck. Und der eine hat da gerade ein Feuerchen angezündet. Keine Ahnung, ob die da wohnen, aber die sitzen da und warten auf uns. Trail Magic kann man nicht besser haben."_
> — Sprachnachricht, 9. Februar, 08:35 Uhr
Dann das berüchtigte 100-Kilometer-Stück von Kalaat M'Gouna nach Afra. Eine alte Piste, gebaut auf einem Netzwerk von Canyons. Kein Resupply, brütende Hitze, nach drei Tagen Regen und Kälte plötzlich das andere Extrem. Von den schneebedeckten Gipfeln des Hohen Atlas ging es hinunter in die vegetationslose Steinwüste des Anti-Atlas, wo rotbraune Felsnadeln aus dem Boden ragen und die Berge je nach Tageszeit in Rosa-, Rot- und Orangetönen leuchten. Dazwischen immer wieder fruchtbare Oasentäler mit Dattelpalmen und Berberdörfern — grüne Inseln in einer kargen, fast mondartigen Landschaft. Für mich einer der schönsten Abschnitte des gesamten Rennens.
Danach ein harter Straßenclimb in der Nacht, mit Lastern, Felswänden links und rechts, und der Wind pfiff durch die Schlucht. Einige Fahrer schoben den ganzen Aufstieg, zwei Stunden lang.
Die Menschen
Was vom Atlas Mountain Race bleibt, sind die Sonnenauf- und -untergänge über dem Atlas, die stillen Nächte in der Wüste, die Landschaft. Und die Menschen.
> _„Heute stand ein kleiner Junge am Straßenrand, der war vielleicht zwei oder drei, keine Mine verzogen, unbeweglich, eine Hand gehoben zum Victory-Zeichen. Und als ich dann gewunken habe, hat er auch gewunken, aber hat nicht gelächelt."_
> — Sprachnachricht, 9. Februar, 19:19 Uhr
In Afra klaute mir ein Dreijähriger ein Stück Omelette vom Teller. Der Vater griff ein, alle lachten, der Junge heulte. Ich dachte nur: Vielleicht hat er Hunger.
Die Marokkaner wussten über das Rennen Bescheid. Sie konnten die Bundesliga aufzählen — Bayern München, Dortmund, Leverkusen. In einer Bar holte der Barkeeper sein Handy raus, auf dem der Tracker lief, zoomte rein und zeigte mir meinen eigenen Dot. „Christian?" Da freute er sich.

Mitten in der Nacht standen die Espressowagen an der Strecke, betrieben von Locals, die Kekse und Datteln und Cola anboten. Die Polizei begleitete uns durch die erste Nacht, an jeder Kreuzung ein Wagen. Und ein Fahrer aus Polen hatte vor dem Rennen in Online-Videokursen extra den Dialekt der Berber gelernt — nur fürs AMR. In Afra bekam er ein Omelette geschenkt, und ein alter Mann ging los, holte ihm Orangen und legte sie ihm auf den Tisch. So eine perfekte Vorbereitung macht natürlich eine völlig andere Art der Begegnung möglich.
Aber es gab auch die andere Seite. Afra hing mir nach. Trostlos, kaputt, die Infrastruktur quasi nicht existent. Halbfertige Häuser, viel Müll in der Landschaft, Kinder, die nach Geld fragten. Der Shopbesitzer, der sein Privathaus für die Fahrer öffnete, damit sie ein Klo hatten. Diese Kontraste — die Gastfreundschaft neben der Armut — sind das, was Marokko so komplex macht.
Der Wendepunkt
Bei CP2 gab ein junger Deutscher auf, weil seine Nackenmuskeln steinhart wie Beton geworden waren und er den Kopf nicht mehr oben halten konnte — Shermer's Neck. Eoghan aus Irland machte wegen Saddle Sores Schluss. Gründe zum Aufhören gab es genug. Während ich am Checkpoint saß, bestellten andere Fahrer Taxis, sahen fertig aus, gaben auf.
Ich zog zum ersten Mal ehrlich Bilanz. Der Körper machte mit, überraschend gut sogar, lediglich leichte Sitzprobleme. Aber der Rhythmus stimmte nicht. Ich versuchte, den Schlaf zu erzwingen, aber er wollte nicht kommen. Das konnte ich nicht noch zwei, drei Tage lang so machen. Die Rechnung ging nicht auf: Einen ganzen Tag hart gefahren, um 2 Stunden vor CP Schluss anzukommen. Mir wurde klar, dass ich nicht nach 3 Stunden wieder losfahren konnte. Ich war zu langsam für den CP3 Cutoff, und weniger Schlaf war keine Option.
Also traf ich die Entscheidung: Schlafen und am nächsten Morgen weiterfahren, aber im Touring-Modus. Die Highlights mitnehmen — die Old Colonial Road, die Oase, die Berge — und bei CP3 in Tafraoute Schluss machen. Das härteste Rennen, das ich je gemacht hatte. Ich war nicht mehr im Zeitlimit, aber ich fuhr weiter.
Ich fühlte mich erstaunlich gut nach sechs Stunden Schlaf an CP2 und einem ordentlichen Frühstück mit dem marokkanischen Amlou, das echt eine Entdeckung war.
Und Arnaud? Den hatte ich seit der ersten Stunde nach dem Start nicht mehr gesehen. Er war irgendwo da vorne, kämpfte, knapp vor der "Schnecke", die sich auf dem Tracker immer mit der gleichen Geschwindigkeit bewegt und den Cutoff des Rennens markiert.
Die Old Colonial Road
Hinter CP2, bei der Auberge des Etoiles in Aserraragh, ging es zuerst in die Aguinane-Palmerie hinunter — eine grüne Oase, eingebettet in eine Schlucht aus steil aufragenden Granitwänden. Von dort über Stunden durch ein riesengroßes Flusstal, durch einen Canyon mit Switchbacks, vorbei an ausgetrockneten Wadis und verstreuten Berbersiedlungen. Erdmännchen kreuzten die Straße, Kamele standen dicht am Weg. Dann Tagmout, wo die besten Hosts des gesamten Rennens auf uns warteten.

Ich fuhr jetzt zusammen mit Jose und Cristina aus Spanien, die ich von früheren Events kann und auf der Strecke wiedergetroffen hatte. Die Nacht schliefen wir bei einem älteren Herbergspaar, das uns mit fantastischer Tagine bekochte, uns Apfelsinen und Wasser schenkte und ständig fragte, ob es uns gut ging. Draußen sah der Ort ziemlich heruntergekommen aus. Kaputte, verfallene Häuser, überall Müll, Hunde im Dreck — und mittendrin Welpen, die einem echt leid tun konnten. Als ich anhielt, kam die Mutter von drei kleinen Hunden auf mich zu, so nach dem Motto: Hast du was für mich? Das Haus unserer Hosts war in Ordnung, die Zimmer sauber, die Bäder okay. Dieser Kontrast, wieder einmal.
Der Abschnitt von Tagmout nach Issafen — die Old Colonial Road — ist das Herzstück des AMR. Eine alte Piste aus der Kolonialzeit, von Hand in die marokkanischen Berge gebaut. Nelson nennt sie seinen persönlichen Favoriten. Wir brauchten den ganzen Tag — von halb neun bis 17 Uhr. Die Old Colonial Road ist lang, technisch anspruchsvoll, aber doch erstaunlich gut fahrbar, und an zwei Stellen war die Straße komplett weggebrochen — da musste man drei Meter runter klettern mit dem Rad und auf der anderen Seite wieder hoch. Nachts nicht zu empfehlen, aber natürlich machten manche es trotzdem.
Die Touring Truppe
Nach der Colonial Road fand ich mich in einer bunt zusammengewürfelten Gruppe wieder. Wir fuhren zusammen, aßen zusammen, biwakierten zusammen. Es waren schöne Tage.

Koen aus Belgien, 63, vermutlich ältester Teilnehmer, feierte seinen Geburtstag auf der Colonial Road. Andrea aus Mailand, 46, Rugby-Coach, rauchte zwischendurch Zigaretten und war nach drei Minuten mit jedem Barkeeper befreundet. Michela, ebenfalls aus Mailand, Bike-Messengerin, bergab schneller als wir alle. Seun aus England, 27, Diabetiker, sehr fit, regulierte seinen Zuckerspiegel mit einer Riesenbox Fake-Haribo-Schlangen. Und ich. Ein bunter Haufen, der irgendwie zusammenfand. Das ist es, was ich an dieser Community so liebe: Man trifft Leute aus der ganzen Welt, fährt ein paar Stunden zusammen, teilt Essen und Geschichten, und hat danach Freunde fürs Leben.
Außerhalb des Race Modes hatten wir Zeit für Begegnungen, die man im Rennen verpasst hätte. Auf 1.500 Metern Höhe trafen wir Schafhirten, die gerade ihre Schafe in einen LKW verluden. Wir teilten Sardinen und Brot, sie machten uns Tee. Solche Momente gibt es nur, wenn man sich Zeit nimmt.
Die letzten beiden Tage wurden wieder vom Wind dominiert. Wir schoben bergab, weil der Gegenwind zu stark war. Es war hart und schön zugleich. Bei der Ankunft bei CP3 im Hotel in Tafraoute gab es endlich mal Abwechslung beim Essen: Pizza, Nudeln, Salat.
Am letzten Morgen dann das marokkanische Finale: Wir bestellten ein Taxi für sechs Leute mit sechs Fahrrädern nach Essaouira. Um 10 sollte es losgehen. Es wurde eher 12 — Moroccan Time. Dann fuhr ein Taxi vor, das für vielleicht zwei Leute gereicht hätte. Am Ende wurde es ein Pickup für die Räder und ein Taxi für uns. Der Fahrer fuhr wie ein Irrer und tippte während der Fahrt auf seinem Handy rum. Ich saß vorne und hoffte, dass wir heil ankommen.
Was bleibt
Nach sieben Tagen und rund 1.000 Kilometern machte ich bei CP3 Schluss. Kein offizielles Finish. Und trotzdem bin ich stolz.
Erfolg und Scheitern liegen in diesem Sport so nah beieinander. Kleine Fehler addieren sich. Ich hatte zu viel Ausrüstung dabei, wollte bei der Wettervorhersage für alle Bedingungen gerüstet sein. Aber manchmal läuft es einfach nicht nach Plan. Körperlich fühlte ich mich gut. Aber ich fand nie einen Rhythmus. Ich wollte Schlaf erzwingen, aber er wollte nicht kommen. Und am Ende zermürbte mich vermutlich der Wind.
Aber was bleibt, ist so viel größer als das Ergebnis. Sonnenaufgänge über dem Atlas. Sternenhimmel in der Wüste. Die roten Berge. Die Schafhirten, die uns in den Bergen zum Tee einluden. Tagines und Omelettes. Die vielen Kinder am Strassenrand. Die Truppe, mit der ich die letzten Tage teilte. Das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit beim Reisen mit dem Fahrrad mit minimaler Ausrüstung.
Und Arnaud? In den letzten Tagen machte ich mir Sorgen um ihn. Er war knapp vor der Snail, es war eng, und es durfte nichts mehr schiefgehen. Er schaffte es. Er kam im Zeitlimit ins Ziel, kurz vor der Finisher Party. Ich freue mich für ihn.
AMR 2027? Ich weiß es nicht. Aber Marokko wird mich so schnell nicht loslassen.

Ausrüstung
- Chiru Kegeti Titanium
- Fox 32 Factory Federgabel, 100mm
- Shimano XT mechanisch, 1×12, 32T Kettenblatt
- Mezcal 2.25" Reifen auf DT Swiss Alu-Felgen
- SON28 Nabendynamo
- SQLab Carbon-Lenker, Sattel & Barends innen
- Ergon GA3 Griffe
- Redshift Pro Federsattelstütze
Taschen
- Witslingers custom fullframe Rahmentasche
- Tailfin Aeropack
- Tailfin lange Oberrohrtasche
- Revelate Feed Bag
- Revelate Lenkerhalterung mit Sea to Summit Drybag für Schlafausrüstung
- Tailfin Federgabel-Halterungen (für zusätzliches Essen/Wasser)
Wasser (~5 Liter gesamt)
- 2,5L Trinkblase im Rucksack
- 1,5L Nalgene-Flasche am Unterrohr
- 1L faltbare Zusatzflasche
Schlafausrüstung
- Pajak Daunenschlafsack (Maßanfertigung)
- Nemo Tensor Isomatte
- Katabatic Bivy
- aufblasbares Kissen
Beleuchtung/Elektronik
- SUPERNOVA M99 DY PRO (Dynamo)
- SUPERNOVA TL3 MINI Rücklicht
- Gloworm Helm-Akkulicht
- Fenix Mini-Stirnlampe
- zwei Powerbanks
Navigation
- Coros Dura GPS
- Mapout App mit individuellem Roadbook & POIs
Links
https://bikepacking.hayvalley.de
https://www.instagram.com/chrisohayvalley/
https://www.strava.com/athletes/4877153
Fotos
Christian Ott, außer das letzte Bild: Cristina Moreno
Producten met een lange levensduur, tot 5 jaar garantie en min. 10 jaar reparatieservice
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Vloot bestaat uit elektrische voertuigen of fietsen
Transportverpakking, FSC-gecertificeerd + recyclebaar